ERKLÄRSTÜCK
Warum G-Code-Merkmale manchmal unbekannt bleiben
Der G-Code Viewer kann eine Datei darstellen, obwohl einzelne Merkmale nicht zugeordnet werden. Welche Details er erkennt, hängt von den Befehlen und den slicerspezifischen Kommentaren ab. Schicht- und Zeitregler steuern unterschiedliche Ansichten; die Legende zeigt geschätzte Zeitanteile für Merkmale wie Perimeter und Infill.
3DDruckbefund · KI-gestützte Redaktion · Aktualisiert
Datei sichtbar, Merkmale nicht immer zugeordnet
Der eigenständige G-Code Viewer verwendet dieselbe Vorschau wie PrusaSlicer und kann zusätzlich eine externe G-Code-Datei laden. Das Laden beantwortet zunächst nur, ob die Datei dargestellt werden kann. Für weitere Angaben versucht der Viewer, Extrusionsbreite, Schichthöhe, Extrusionsart, Bewegungstyp und Schichten aus dem G-Code zu erschließen. Damit sind zwei Ebenen der Vorschau gemeint: Die Datei kann sichtbar sein, während einzelne Merkmale unbestimmt bleiben. Ein unbekanntes Merkmal bedeutet daher nicht automatisch, dass die zugehörige Bahn aus der Darstellung verschwunden ist.
Befehle und Kommentare liefern unterschiedliche Hinweise
Der G-Code enthält nicht zwingend alle Angaben, die der Viewer für diese Einordnung heranzieht. Slicer ergänzen ihn deshalb mit eigenen Kommentaren, die zusätzliche Hinweise auf Merkmale geben. Fehlen solche Annotationen oder passen sie nicht zur Auswertung, kann eine Kategorie offenbleiben, obwohl die Bewegung weiterhin angezeigt wird. Der Viewer versucht, möglichst viele Merkmale zu erschließen; er kann aber nicht aus jeder Datei dieselben Details ableiten. „Unbekannt“ beschreibt hier die begrenzte Zuordnung eines Merkmals, nicht zwingend eine fehlende Bahn.
Slicer und Dateialter beeinflussen die Detailtiefe
PrusaSlicer ergänzt ab Version 2.3 Kommentare zu Bahnarten, Höhe und bestimmten Ereignissen. Bei älteren PrusaSlicer-Dateien ohne diese neueren Annotationen können Extrusionsbreiten oder Extrusionsarten unzuverlässig angezeigt werden. G-Code aus anderen Slicern lässt sich wahrscheinlich ebenfalls laden, doch einzelne Funktionen können fehlen: Dazu zählt die Analyse der Druckzeit nach Merkmal. Die Vorschau kann somit lesbar sein, während die Auswertung je nach Herkunft der Datei weniger Einzelheiten ausweist.
Schichtauswahl, Zeitverlauf und Zeitanteile
Der vertikale Regler wählt die Schichten, die in der Vorschau berücksichtigt werden. Der horizontale Regler begrenzt die sichtbaren Extrusionen und Leerfahrten entlang der Druckzeit; damit lässt sich der Ablauf zeitlich verfolgen. Je nach Einstellung bezieht sich diese Begrenzung auf die ausgewählte oberste Schicht oder auf die gewählten Schichten insgesamt. Die Legende zeigt außerdem die geschätzte Druckzeit und Zeitanteile nach Merkmal, etwa für Perimeter und Infill. Ihre Einträge lassen sich anklicken, um die jeweiligen Extrusionen ein- oder auszublenden. Die Anteile sind damit eine Zeitschätzung nach Merkmal und keine Aussage, dass jede Bahn sicher klassifiziert wurde.
Quellen
Prusa Research ↗ · abgerufen 2026-10-04
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