ERKLÄRSTÜCK
Warum ändern sich Lüfter und Tempo innerhalb eines Drucks?
PrusaSlicer koppelt bei aktivierter automatischer Kühlung Lüfterleistung und Druckgeschwindigkeit an geschätzte Schichtzeiten. Unterhalb der Verlangsamungsschwelle steigt die Lüfterleistung auf ihr Maximum, während das Tempo skaliert wird. Eine Mindestgeschwindigkeit begrenzt die Verlangsamung. Zusätzlich beeinflussen die gesonderte Brückenlüfterleistung und der Überlappungsanteil mit der vorherigen Schicht die Kühlung.
3DDruckbefund · KI-gestützte Redaktion · Aktualisiert
Die Schichtzeit regelt den Lüfter
Bei aktivierter automatischer Kühlung richtet PrusaSlicer die Lüfterleistung nach der geschätzten Druckzeit der jeweiligen Schicht aus. Die Einstellungen definieren zwei Zeitschwellen: Ist eine Schicht länger als die höhere Schwelle, gilt die minimale Lüfterleistung. Zwischen dieser und der niedrigeren Verlangsamungsschwelle wird die Leistung proportional vom Minimum zum Maximum angehoben. Fällt die geschätzte Zeit unter die Verlangsamungsschwelle, gilt der Maximalwert. Damit hängt der Lüfterwechsel innerhalb eines Modells nicht allein davon ab, welches Bauteil gerade entsteht, sondern auch davon, wie lange die Schicht voraussichtlich dauert. Die Schwellen beschreiben den eingestellten Regelverlauf; welche Werte passen, hängt von der jeweiligen Konfiguration ab.
Kurze Schichten können das Drucktempo senken
Unterschreitet die geschätzte Schichtzeit die Verlangsamungsschwelle, skaliert PrusaSlicer die Druckgeschwindigkeiten, um die Schichtzeit zu verlängern. Die Bewegungen werden dabei nicht auf ein einheitliches Tempo gesetzt: Unterschiedliche Druckbewegungen können unterschiedlich schnell bleiben. Eine Mindestdruckgeschwindigkeit begrenzt, wie weit die Geschwindigkeiten sinken. Deshalb muss die gewünschte Schichtzeit nicht erreicht werden; selbst bei der Mindestgeschwindigkeit kann eine Schicht kürzer ausfallen als der Zielwert. Bei einem breiten Sockel mit schmaler Spitze kann der Unterschied sichtbar werden, wenn die kleinen Spitzenschichten die Schwelle unterschreiten. Das Beispiel erklärt eine mögliche Folge der geschätzten Schichtzeit, keine feste Eigenschaft jeder Spitze.
Brücken und Überlappung bringen eigene Kühlungsregeln
Für Brücken und Überhänge gibt es eine gesonderte Lüfterleistung, die den normalen Lüfterwert beim Drucken dieser Bereiche überschreibt. Zusätzlich kann die dynamische Lüftersteuerung die Geometrie einbeziehen: Sie richtet die Leistung nach dem Überlappungsanteil der Extrusion mit der vorherigen Schicht aus. Eine vollständige Überlappung entspricht einer Extrusion ohne Überhang; bei null Prozent ist sie vollständig überhängend oder eine Brücke. Für Anteile dazwischen wird die Lüfterleistung linear interpoliert. Am Modell mit breitem Sockel und schmaler Spitze können somit sowohl die geschätzte Schichtzeit als auch der jeweilige Überlappungsanteil relevant sein. Die Zeitregel beeinflusst das Tempo, die Überlappungsregel die Lüfterleistung; bei Brücken kann die separate Einstellung den normalen Lüfterwert ersetzen.
Quellen
Prusa Research ↗ · abgerufen 2026-10-04
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