ERKLÄRSTÜCK
Lithophane verstehen: Wie Licht ein Foto sichtbar macht
Ein Lithophan überträgt Bildpixel in Höhenkoordinaten. Hinterleuchtung macht das Reliefbild sichtbar; Plattendicke und Filamenttransluzenz beeinflussen den Lichtweg. Dünne farbige Schichten können als Filter wirken, deren Farbkombination die gewöhnliche PrusaSlicer-Farbvorschau nicht abbildet.
3DDruckbefund · KI-gestützte Redaktion · Aktualisiert
Vom Bildpixel zur Reliefhöhe
Ein Lithophan übersetzt ein zweidimensionales Foto in ein Relief: Für jeden Bildpunkt entsteht eine Höhenkoordinate, die dem Schwarzanteil zugeordnet wird. In der beschriebenen Abbildung bedeutet Schwarz den Wert 0, Weiß den Wert 1. Die Helligkeitsinformation wird damit als Höheninformation in die Druckplatte übertragen. Die Einstellung „Positive Image / Negative Image“ kehrt die Zuordnung um; das Tutorial beschreibt die Umkehrung als nötigen Schritt, damit das 3D-Foto zur Vorlage passt. Für Leser heißt das: Das Relief entsteht durch veränderte Geometrie. Beim Umstellen werden die Bildwerte anders auf Höhen verteilt, bevor das Modell als Platte vorliegt.
Hinterlicht, Material und Z-Dicke
Diese Geometrie wird als Bild lesbar, wenn Licht von hinten auf das Lithophan fällt; ohne Hinterleuchtung ist das Motiv laut Tutorial nicht klar zu sehen. Die Helligkeitswirkung hängt auch von der Lichtquelle hinter dem Werk ab. An den Stellen, die unterschiedlich hoch ausfallen, hat die Platte unterschiedliche Dicke. Damit ändert sich, wie Licht durch das Material tritt. Auch die Lichtdurchlässigkeit des Filaments spielt hinein: Zwei Platten mit ähnlicher Form können deshalb nicht automatisch gleich wirken, wenn das Material Licht unterschiedlich gut durchlässt. Eine Veränderung der Z-Skalierung verändert die Dicke und laut Tutorial auch den Lichtfluss durch das Bild.
Farbfilter und die Slicer-Vorschau
Bei mehrfarbigen Motiven kommt neben der Grundhelligkeit die Filterwirkung einzelner Schichten hinzu. Dünn gedrucktes Filament kann als Farbfilter wirken: Licht passiert eine Lage, deren eigener Farbton den durchscheinenden Farbeindruck mitprägt. Wie sich das zeigt, hängt sowohl von der Transluzenz des Filaments als auch von der Dicke der Lage ab. Liegen Farben übereinander, entsteht daher ein kombinierter sichtbarer Ton; derselbe Farbname allein legt das Ergebnis nicht fest. Die gewöhnliche PrusaSlicer-Farbvorschau liefert laut Artikel keinen Hinweis auf Filamenttransparenz oder die resultierende Farbkombination. Für die Einschätzung zählt somit auch, wie Licht durch die gedruckten Schichten gelangt.
Quellen
Prusa Research Blog ↗ · abgerufen 2026-10-07
Prusa Research Blog ↗ · abgerufen 2026-10-07
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