ERKLÄRSTÜCK
Warum Innenräume beim Aushöhlen unterschiedlich ausfallen
PrusaSlicer behandelt SLA-Objekte zunächst als massiv. Wanddicke, Genauigkeit und Schließabstand wirken sich auf Hülle und Hohlräume aus. Öffnungen lassen sich senkrecht zur Oberfläche anlegen und in Durchmesser und Tiefe einstellen. Mindestens zwei Drainageöffnungen helfen, unausgehärtetes Harz nicht im Druck einzuschließen. Die Schnittebene zeigt das Innere; Parameteränderungen verwerfen die berechnete Darstellung.
3DDruckbefund · KI-gestützte Redaktion · Aktualisiert
Die Wanddicke bestimmt die Schale
SLA-Objekte sind in PrusaSlicer zunächst massiv. Beim Aushöhlen bestimmt die Wanddicke, wie stark die entstehende Hülle ausfällt. Dieser Parameter beschreibt die Schale; er legt nicht für sich fest, dass jeder innere Bereich gleich geformt sein muss. Das Innenvolumen entsteht innerhalb der jeweiligen Modellgeometrie. Eine Büste eignet sich als Denkbild: Ihr Rumpf ist breit, die Fortsätze sind schmal. Das sagt zunächst nur etwas über die äußere Form. Wie daraus tatsächlich ein Hohlraum berechnet wird, hängt zusätzlich von den Aushöhlungsparametern ab. Das Beispiel illustriert den Einfluss der Geometrie, sagt aber kein bestimmtes Innenprofil voraus.
Genauigkeit und Schließabstand formen das Ergebnis
Die Genauigkeit steht für einen Kompromiss zwischen Rechenaufwand und Ergebnis. Bei niedriger Genauigkeit kann die Wandstärke ungleichmäßig werden. Für dünne Schalen empfiehlt PrusaSlicer daher eine höhere Genauigkeit, damit die Mindestwandstärke gesichert wird. Der Schließabstand greift an anderer Stelle ein: Hohlräume, die schmaler als der eingestellte Grenzwert sind, werden unterdrückt; scharfe konkave Ecken der Innenwand werden aufgefüllt. Die Parameter erhalten also nicht jede schmale Aussparung und jede Ecke in ihrer ursprünglichen Form. Bei der Büste sollte man deshalb nicht aus den Außenmaßen allein auf den genauen Verlauf der inneren Geometrie schließen. Die Einstellungen beeinflussen, welche Hohlräume bestehen bleiben und wie gleichmäßig die Schale ausfällt.
Drainageöffnungen setzen und das Ergebnis prüfen
Für ein ausgehöhltes Modell empfiehlt PrusaSlicer mindestens zwei Drainageöffnungen, damit unausgehärtetes Harz nicht im fertigen Druck eingeschlossen bleibt. Beim Setzen einer Öffnung steht sie senkrecht zur Oberfläche; ihr Durchmesser und ihre Tiefe sind einstellbar. Die Schnittebene lässt sich durch das Modell bewegen, um die berechnete Innengeometrie sichtbar zu machen und die Lage der Öffnungen zu prüfen. Diese Vorschau ist an die Berechnung gebunden: Wird ein Parameter geändert, etwa eine Öffnung verschoben, verwirft das Programm die berechnete Darstellung und zeigt wieder das ursprüngliche Objekt. Aushöhlung und Öffnungen müssen danach erneut berechnet werden, bevor sich das geänderte Ergebnis kontrollieren lässt.
Quellen
Prusa Research ↗ · abgerufen 2026-10-04
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