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G-Code wird nicht angezeigt oder nicht gestartet: Ursachen prüfen

09.10.2026

Wenn eine G-Code-Datei fehlt oder der Druck nicht startet, prüfen Sie zuerst Exportformat, Dateierkennung und Dateiauswahl. Eine systematische Reihenfolge trennt Übertragungs-, Format- und Startprobleme.

Erst unterscheiden: Datei fehlt oder Druckstart scheitert?

„G-Code wird nicht angezeigt“ und „Druck startet nicht“ sind zwei unterschiedliche Fehlerbilder. Fehlt die Datei im Menü, prüfen Sie zunächst, ob der Slicer tatsächlich eine Druckdatei exportiert und ob der Drucker deren Dateityp erkennt. Ist sie sichtbar, aber startet nicht, geht es eher um Dateiauswahl, den Startbefehl oder die Verbindung zwischen Medium und Maschine. Der Slicer erzeugt aus Modellgeometrie und Einstellungen die Anweisungen, denen der Drucker folgt ([Prusa-Anleitung zum ersten Druck](https://help.prusa3d.com/article/first-print-with-prusaslicer-3-0-0_1079761)). Daher ist eine STL- oder Projektdatei nicht automatisch schon die fertige Druckdatei. Für Marlin nennt die SD-Kartenliste die Endungen .gcode, .gco und .g; Dateien mit einem führenden Punkt werden nicht gelistet ([Marlin: M20](https://marlinfw.org/docs/gcode/M020.html)). Diese Angaben sind firmwareabhängig und kein universeller Dateifilter für jedes Druckermodell.

Dateierkennung und Export kontrollieren

Öffnen Sie zuerst den Exportordner am Computer und kontrollieren Sie, ob dort eine Datei mit plausibler Größe und Druckdateiendung liegt. Ein häufiger Denkfehler ist, nur nach „.gcode“ zu suchen: Der PrusaSlicer kann laut Anleitung auch .bgcode ausgeben. Die Anleitung beschreibt dieses Format als dieselben Anweisungen in kompakter binärer Form. Daraus folgt nicht, dass jeder Drucker .bgcode versteht. Wenn das Druckermenü die Datei nicht zeigt, wählen Sie im Slicer einen vom konkreten Druckermodell unterstützten Exporttyp, statt die Endung nur umzubenennen. Bei Marlin lässt sich die Dateierkennung konkret eingrenzen: Die M20-Kartenliste berücksichtigt .gcode, .gco und .g, nicht jedoch versteckte Dateien. Prüfen Sie also Endung und Anfang des Dateinamens; ein Punkt am Namensanfang kann die Datei aus dieser Liste verschwinden lassen. Der Marlin-Befund sagt aber nichts darüber aus, welches Dateisystem, welche Kapazität oder welche Formatierung Ihr bestimmtes Gerät verlangt. Dafür gilt das Handbuch des Druckers.

Übertragung sauber abschließen

Wenn die Datei am Computer vorhanden ist, aber am Drucker fehlt, verifizieren Sie den tatsächlichen Speicherort: Export auf einen Wechseldatenträger, Versand über Netzwerk und Ablage im lokalen Projektordner sind verschiedene Ziele. Die Prusa-Anleitung beschreibt diese Exportwege getrennt und weist bei USB-Stick oder SD-Karte auf die Auswurffunktion hin. Nutzen Sie sie, bevor Sie das Medium entnehmen. Danach stecken Sie es erneut ein und öffnen im Druckermenü die Dateiansicht neu. Bleibt das Problem bestehen, ändern Sie jeweils nur eine Variable: zunächst einen kurzen Dateinamen ohne Sonderzeichen, dann eine neu exportierte Datei und schließlich ein anderes bekanntes Medium. Das ist eine praktische Eingrenzungsstrategie, keine Garantie, dass ein bestimmter Datenträger- oder Dateisystemfehler vorliegt.

Sichtbare Datei startet nicht

Wenn die Datei im Menü sichtbar ist, wählen Sie sie ausdrücklich aus und lösen Sie anschließend den Druckstart aus. Bei Marlin entsprechen diese Schritte den getrennten Funktionen M23 (Datei auswählen) und M24 (ausgewählte Datei starten oder einen pausierten SD-Druck fortsetzen). Das erklärt, warum bloßes Anzeigen der Dateiliste noch keinen Druck beginnt. Bei Netzwerkdruck gilt der gleiche diagnostische Unterschied: Ist ein Upload abgeschlossen und die Datei in der Druckerablage sichtbar, suchen Sie nach einer gesonderten Startaktion. Eine Datei, die weder hochgeladen noch ausgewählt ist, kann nicht durch einen Startbefehl ersetzt werden. Bedienabläufe und Statusmeldungen unterscheiden sich jedoch je nach Firmware, Druckermodell und Host-Software.

Kurze Prüfreihenfolge

Gehen Sie der Reihe nach vor: (1) Modell im Slicer korrekt auswählen und Modell slicen. (2) Exportdatei auf dem Computer finden und Endung prüfen; bei Marlin sind .gcode, .gco und .g die dokumentierten Listentypen. (3) Sicherstellen, dass die Datei am erwarteten Ziel gespeichert und das Medium sauber ausgeworfen wurde. (4) Dateiansicht am Drucker aktualisieren und Datei auswählen. (5) Erst dann Druckstart auslösen. Wird eine Datei als sichtbar angezeigt, startet aber unmittelbar mit Fehlermeldung oder bricht ab, ist das kein bloßes Anzeigeproblem mehr. Notieren Sie den exakten Meldungstext und prüfen Sie die Anleitung des konkreten Druckers; die hier genannten Marlin-Kommandos und Dateiendungen dürfen nicht ohne Weiteres auf andere Firmware übertragen werden.

Quellen

  1. Prusa Knowledge Base
  2. Marlin Firmware
  3. Marlin Firmware
  4. Marlin Firmware