Laser-SLA, DLP und MSLA: Belichtungsprinzipien im Vergleich
09.10.2026
Alle drei Varianten härten Resin mit Licht; sie unterscheiden sich darin, wie die gewünschte Schichtfläche belichtet wird. Das prägt den Vergleich der Verfahren, ohne allein die Druckqualität festzulegen.
Drei Verfahren, ein Grundprinzip
Laser-SLA, DLP und MSLA werden der Stereolithografie zugeordnet: Eine Lichtquelle härtet flüssiges Resin aus. Die Begriffe beschreiben vor allem, auf welchem Weg das gewünschte Schichtmuster belichtet wird. Für den Vergleich ist daher nicht nur die Lichtquelle relevant, sondern auch, ob sie die Fläche abtastet, projiziert oder maskiert. [Formlabs](https://formlabs.com/global/blog/sla-dlp-msla-lcd-resin-3d-printer-comparison/)
Laser-SLA: Schicht für Schicht abfahren
Bei traditioneller SLA wird der Querschnitt der Schicht Punkt für Punkt abgefahren. Als anschauliches Bild: Der Laser zeichnet die Kontur und die weiteren zu härtenden Bereiche ab, statt die ganze Schicht als fertiges Bild gleichzeitig aufzublenden. Das macht den Abtastweg zu einem wichtigen Teil des Belichtungsprinzips; je nach Geometrie kann der Weg kürzer oder länger sein. Daraus allein folgt allerdings keine pauschale Aussage über die Gesamtdauer eines Drucks, denn die Aussage bezieht sich auf die Belichtung und nicht auf alle Abläufe der Maschine. [3D Systems](https://www.3dsystems.com/projector-based-sla)
DLP: ein digitales Bild statt Punktabtastung
DLP steht für Digital Light Processing. Hier stellt ein digitaler Projektor ein zweidimensionales Bild der Schicht dar; projektorbasiertes SLA kann den Schichtquerschnitt mit einer einzigen Belichtung härten. Für ein großes zusammenhängendes Querschnittsbild unterscheidet sich das Belichtungsmuster somit grundsätzlich vom punktweisen Abfahren bei traditioneller SLA. Das ist ein Vergleich der Prinzipien, keine Garantie, dass jedes DLP-Gerät unabhängig von Material und Konstruktion schneller druckt. [3D Systems](https://www.3dsystems.com/projector-based-sla)
MSLA: LCD als Maske
Bei MSLA wird üblicherweise ein LCD-Bildschirm eingesetzt, um das Licht zu maskieren. Die Maske lässt das für den Schichtquerschnitt gewünschte Muster durch und begrenzt so die Bereiche, in denen das Resin belichtet wird. Anders als DLP nutzt MSLA damit kein Projektorbild, sondern einen LCD-Schirm als Maskierungselement. In der Praxis hilft diese Unterscheidung, Datenblätter und Gerätebeschreibungen richtig einzuordnen: Achte darauf, ob von Projektor, LCD-Maske oder Laserabtastung die Rede ist. [Formlabs](https://formlabs.com/global/blog/sla-3d-printing-pixel-size/)
Auflösung nicht auf eine Kennzahl reduzieren
Ein Pixelwert kann beim Vergleich von MSLA- und DLP-Druckern nützlich sein, ist aber kein vollständiges Qualitätsurteil. Die Pixelgröße ist nur einer von mehreren Faktoren, die das Ergebnis beeinflussen. Für eine praktische Auswahl lohnt es sich deshalb, die konkrete Geometrie zu betrachten: Bei feinen Kanten und kleinen Merkmalen ist nicht nur die nominelle XY-Angabe interessant, sondern auch, wie sauber das jeweilige System die Lichtverteilung und den Belichtungsprozess beherrscht. Hier lässt sich aus den Belichtungsprinzipien ein Prüfpunkt ableiten, aber kein allgemeiner Sieger für alle Druckaufgaben. [Formlabs](https://formlabs.com/global/blog/sla-3d-printing-pixel-size/)