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Spulen beschriften: Öffnungsdatum, Charge und Trocknung festhalten

09.10.2026

Ein Etikett und ein kurzes Trocknungsprotokoll machen Material und bisherige Behandlung einer Spule nachvollziehbar. Sie ersetzen weder die richtige Trocknung noch trockene Lagerung.

Was auf dem Spulenetikett stehen sollte

Notieren Sie Material und genaue Herstellerbezeichnung, Farbe, Öffnungsdatum und die Chargen- oder Lotnummer, sofern sie auf Spule, Karton oder Lieferschein angegeben ist. Kopieren Sie die Kennung unverändert; fehlt sie, vermerken Sie „keine Angabe“, statt eine Nummer zu erfinden. Ein eindeutiges Datum wie „geöffnet: 09.10.2026“ ist verständlicher als eine Kurzform, die sich in verschiedenen Datumsformaten unterschiedlich lesen lässt. Die Charge hilft, äußerlich ähnliche Rollen auseinanderzuhalten und bei einer Rückfrage die ursprüngliche Verpackung zuzuordnen. Wer viele Spulen verwaltet, kann zusätzlich Füllstand und Lagerort notieren oder per QR-Code auf einen ausführlicheren Datensatz verweisen.

Lagerort und Feuchte getrennt festhalten

Das Öffnungsdatum gibt an, wann die Verpackung erstmals geöffnet wurde – es sagt nicht aus, wie trocken das Material heute ist. Vermerken Sie deshalb den Lagerort, etwa „Trockenbox B“ oder „Vakuumbeutel“, und halten Sie eine relative Luftfeuchte aus dem Behälter separat fest, falls Sie sie messen. Beschriften Sie den Wert ausdrücklich als RH im Behälter, nicht als Feuchtegehalt des Kunststoffs. Prusa beschreibt für die USS Drybox ein Hygrometer, das Temperatur und relative Luftfeuchte anzeigt; nach dem Schließen kann die Anzeige Zeit zum Stabilisieren benötigen. Ein Messwert ist eine Momentaufnahme und kein Ersatz für materialbezogene Lagerhinweise. [Prusa: USS Drybox](https://help.prusa3d.com/article/prusa-uss-drybox_1014382)

Trocknungsprotokoll: ein Eintrag je Durchgang

Schreiben Sie nicht einfach „getrocknet“ auf das Etikett. Führen Sie pro Durchgang Datum, Gerät, Temperatur, Dauer und verwendete Herstellerempfehlung auf. So kann dieselbe Spule mehrere nachvollziehbare Einträge haben, ohne dass die Vorgeschichte überschrieben wird. Das ist besonders nützlich, weil die Empfindlichkeit materialabhängig ist: Prusa nennt PLA als vergleichsweise wenig von Feuchteaufnahme beeinflusst und Polyamid als deutlich stärker betroffen. Die konkreten Temperatur- und Zeitangaben sollten daher aus der technischen Information des jeweiligen Filamentherstellers stammen; ein Wert für eine Sorte lässt sich nicht pauschal auf alle Kunststoffe übertragen. [Prusa: Filament trocknen](https://help.prusa3d.com/article/drying-filament_332086?product=plus-1-75-mm)

Nach dem Trocknen wieder trocken lagern

Ein sinnvoller Ablauf endet nicht mit dem Timer: Tragen Sie das Abschlussdatum ein und legen Sie die Spule anschließend zügig in die vorgesehene trockene Lagerung. Prusa empfiehlt nach dem Ofentrocknen, die Spule sofort in eine Filament-Trockenbox zu geben und diese zu schließen, um erneute Feuchteaufnahme zu verhindern. Eine passive Trockenbox ist dabei nicht dasselbe wie ein Trockner: Sie dient dem Schutz vor weiterer Feuchteaufnahme, nicht dem Entziehen bereits aufgenommener Feuchtigkeit. Ein Beispiel für ein knappes Etikett: „PA12-CF | Charge L2407 | geöffnet 09.10.2026 | getrocknet 09.10.2026, Herstellerangabe | Lagerort Box B“. Das Format ist eine eigene Dokumentationshilfe, keine Herstellervorgabe. [Prusa: Trocknung im Memmert-UF-Ofen](https://help.prusa3d.com/article/drying-filament-in-memmert-uf-series-universal-oven_913458)

Quellen

  1. Prusa Research – Prusa Knowledge Base
  2. Prusa Research – Prusa Knowledge Base
  3. Prusa Research – Prusa Knowledge Base