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USB-Druck bricht ab, SD-Druck funktioniert: So grenzt du die Ursache ein

09.10.2026

Wenn dieselbe Datei über USB abbricht, von SD aber fertig gedruckt wird, ist das ein Hinweis auf den unterschiedlichen Übertragungsweg. Der Vergleich hilft bei der Fehlersuche, beweist aber keine einzelne Ursache.

Was der Vergleich tatsächlich aussagt

Wenn dieselbe G-Code-Datei über USB abbricht, von der SD-Karte aber fertig gedruckt wird, ist das ein nützlicher Hinweis: Bei einem SD-Druck muss Marlin die Datei nicht fortlaufend von einem Hostgerät beziehen. Der USB-Weg bindet dagegen während des Host-Drucks den Computer und die serielle Verbindung in die Übertragung ein. Der Test isoliert damit einen Unterschied im Datenweg. Er beweist aber weder einen Kabeldefekt noch, dass Mechanik oder Druckerelektronik fehlerfrei sind. Das ist eine diagnostische Schlussfolgerung, keine definitive Fehlerdiagnose.

Zuerst einen fairen Vergleich herstellen

Vergleiche möglichst die identische G-Code-Datei, nicht nur dasselbe Modell. Exportiere sie einmal und verwende genau diese Datei sowohl am Host als auch auf der SD-Karte. Notiere, ob der USB-Abbruch immer an derselben Stelle auftritt, ob die Verbindung im Hostprogramm verschwindet oder ob der Drucker selbst stoppt beziehungsweise neu startet. Ändere pro Versuch nur einen Faktor. Ein abweichendes Ergebnis bei einem neu geslicten oder anders übertragenen G-Code könnte sonst fälschlich wie ein Verbindungsproblem aussehen. Die Marlin-Dokumentation erklärt die Firmware, aber nicht die Konfiguration jedes Druckermodells.

Baudrate nur gezielt verändern

Bei Marlin ist 250000 Baud laut Dokumentation in den meisten Fällen ein funktionierender Wert; bei wiederkehrenden Aussetzern während Host-Druck kann eine niedrigere Geschwindigkeit ausprobiert werden. Prüfe zunächst, ob Hostsoftware und Drucker dieselbe Einstellung verwenden und ob die Firmware den betreffenden Wert unterstützt. Ändere die Einstellung für einen Vergleichslauf und schreibe den Ausgangswert auf, damit du zurückkehren kannst. Eine niedrigere Baudrate ist ein gezielter Versuch für die serielle Übertragung, kein allgemeiner Reparaturknopf. Hilft sie nicht, sollte man nicht beliebig weitere Werte ändern.

Auch die SD-Referenz prüfen

Die SD-Karte ist nur dann eine brauchbare Vergleichsbasis, wenn sie zuverlässig gelesen wird. Die Prusa-Hilfe für bestimmte Original-Prusa-i3-Modelle nennt FAT32 als kompatibles Format und schließt ExFAT aus. Sie empfiehlt zudem, Karte und Steckplatz auf Schäden beziehungsweise Verschmutzung zu prüfen. Diese Hinweise sind modellbezogen: Übernimm Formatvorgaben nicht ungeprüft auf einen anderen Drucker. Läuft der SD-Druck tatsächlich durch, ist das ein Indiz, dass die verwendete Datei zumindest in diesem Druckpfad ausführbar war.

Ein Diagnoseprotokoll statt Teiletausch

Notiere Drucker und Firmware, Hostprogramm, verwendete Datei, USB-Verbindung, Baudrate, Abbruchzeitpunkt sowie Ergebnis des SD-Drucks. Wiederhole den USB-Lauf nach Möglichkeit mit einem anderen geeigneten Datenkabel und einem anderen USB-Port, ohne zugleich Datei oder Einstellungen zu ändern. Bleibt SD stabil und USB fällt reproduzierbar aus, konzentriert sich die weitere Suche auf Host, serielle Einstellung, Kabel und Anschlüsse. Brechen beide Wege ab, weitet sich die Suche auf Datei, Firmware oder Druckerbetrieb aus. Das sind Prioritäten für die Fehlersuche, keine Garantie, eine einzelne Ursache gefunden zu haben.

Quellen

  1. Marlin Firmware
  2. Marlin Firmware
  3. Prusa Knowledge Base